Informationen zu Neuseelands Regionen

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Informationen zu Neuseelands Regionen 2016-12-22T07:07:19+00:00

Regioneninfo

Wir stellen Ihnen im folgenden die herausragendsten Regionen Neuseelands vor. Die Reihenfolge der Regionen orientiert sich an unserer Reiseroute in 22 – 28 Tagen von Christchurch nach Auckland.

Christchurch hat den einzigen wirklich internationalen Flughafen auf der Südinsel und kann direkt von Deutschland bzw. Europa angeflogen werden, was wir jedem nur empfehlen können. Wer seinen Neuseeland-Urlaub in Christchurch (400.000 Einwohner) beginnt, landet in dem entspannten Ambiente, für das die Südinselmetropole berühmt ist. Christchurch ist eine sehr übersichtliche Stadt, in der sich Besucher sehr leicht zurechtfinden dank der schachbrettartig angelegten Strassen. Der Flughafen befindet sich nahe der grossen Ausfallstrassen nach Norden, Süden und zur Westküste – ein entspannter Start, wohin auch immer, ist gesichert!

Zu Christchurchs Topattraktionen gehört der Wildlifepark Willowbank, der neben einem grossen, begehbaren Kea-Gehege eines der besten Kiwi-Häuser bietet. Die Gondola bringt Besucher zu top Preisen auf die Port-Hills, von wo Besucher einen fantastischen Ausblick über Lyttelton, die Banks Peninsula, Christchurch City und das Meer haben. Unter Kennern ist Christchurch als eine von zwei Basen weltweit für Flugverkehr in die Antarktis bekannt. Im Frühjahr fliegen hier täglich Wissenschaftler und Personal aus aller Welt in die Antarktis. Das Antarktis-Zentrum gleich neben dem Flughafen gibt Auskunft über den unbekannten Kontinent, die laufenden Forschungsprojekte und Neuseelands Beteiligung.

Kaikoura ist ein bezaubernd verschlafenes Städtchen 200 Kilometer nördlich von Christchurch. Wer Zeit genug hat, sollte auf jeden Fall ein oder besser noch zwei Nächte hier einplanen – und zwar nicht nur wegen der Pottwale, die hier ganzjährig anzutreffen sind. Viele andere Angebote hier gehören in die „Best-of-New-Zealand“-Kategorie, wie etwa die Maori Tours Kaikoura, die eine ganz individuelle Einstimmung in die Kultur, die Legenden, die Sprache, die Heil- und die Webkunst der Maori ermöglichen. Die Tour findet zweimal täglich statt (um 10.30 Uhr und um 13.30 Uhr) und dauert etwa 2 Stunden. Doch natürlich muss zuerst der Besucherhunger nach Walen (und Langusten) gestillt werden.

Die Bootstour ist inzwischen so beliebt, dass Reservierung unter 0800 WHALES dringend erbeten ist. Nicht selten führt der hohe Seegang in Kaikouras Gewässern zur gefürchteten Seekrankheit, bei der die Sicht auf die Wale während das Boot munter schaukelt, jegliche Attraktion verloren hat. Wer dem entgehen möchte, dem sei der Walbeobachtungsflug von Wings over Whales mit einer kleinen Chesna empfohlen. Bei diesem Ausflug sehen Interessierte nicht nur die Wale in ganzer Grösse, sondern bekommen noch einen wunderbaren Landschaftsflug über die spektakuläre Kaikoura-Halbinsel gratis dazu. Deren Anblick von oben mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund wird nur noch von einem einzigen Anblick übertroffen: dem Nachthimmel über Kaikoura in einer klaren Sommernacht. Nightsky Kaikoura heisst die Tour von Hussein Burra, die Besucher in die nächtlichen Wunder des Nachthimmels einführt.

Tekapo war bis vor kurzem nur eine kleine Ansammlung von Häusern und eine Reihe von Geschäften am See Tekapo entlang des SH 8 (zwischen Christchurch und Queenstown). Doch seine mehr als fantastische Lage an einem intensiv milchig-türkisblauen Gletschersee (die Farbe erscheint vollkommen unwirklich und rührt von Phosphatablagerungen im Wasser) und den oft schneebedeckten Bergen am anderen Ende des Sees haben Tekapo zu einem ungebetenem Aufschwung verholfen. Mittlerweile gehört Tekapo zu einer der gesuchtesten Gegenden in Neuseelands, was sich auch in den Motelpreisen wiederspiegelt. Immerhin bieten bis jetzt alle Motels einen tollen Seeblick.

Direkt am See befindet sich ausserdem die Kirche des Guten Hirten (Good Shepherd), die ein beliebtes Postkartenmotiv ist, weil der Blick vom Altar mit dem Jesuskreuz davor und dem hellblauen See dahinter ein tolles Fotomotiv abgeben. Tekapo liegt zentral im Mackenzie Distrikt, einem Gebiet, in dem die Schafszucht traditionell vorherrschend ist. Die Fahrt hierher führt entlang vieler idyllischer Weiden und malerischer Landstriche. Zwischen November und Februar blühen die Lupinien im gesamten Mackenzie-Becken in lila und rosa-Tönen und bilden einen fantastischen Kontrast zum Hellblau des Sees.

Neben dem offensichtlichen Naturerlebnis sind Flüge über das Alpen- und Gletschergebiet besonders zu empfehlen. Die meisten Anbieter holen Interessenten direkt von der Unterkunft ab und bringen Gäste im eigenen Kleinbus zum 5 Fahrminuten entfernten Flughafen.

Dunedin (119.000 Einwohner) ist die älteste Universitätsstadt Neuseelands und hat eine aktive Kunst- und Kulturszene. Strassencafes laden zum Verweilen ein. Herausragendes Merkmal der Stadt ist der Bahnhof aus dem Jahre 1907, sowie die omnipräsente Viktorianische Architektur, die Dunedin ohne Zweifel zu den attraktivsten Städten Neuseelands macht. Wer sich etwas landestypisches gönnen will, sollte sich in einem der vielen Bed & Breakfast mit historischem Ambiente einbuchen.

Dunedin ist das Tor zur angrenzenden Otago Halbinsel, die viele seltene Tierarten beheimatet: die einzige Festlandkolonie des Königsalbatrosses, Gelbaugenpinguine, Pelzrobben, Seelöwen und viele Meeresvögel können hier während einer geführten Tour über privates Farmland gesehen werden.

Stewart Island ist bekannt für sein mildes Klima und traumhaft schöne Sonnenuntergänge, die die Urlauber vor der Südküste der neuseeländischen Südinsel, auf Stewart Island, geniessen können. Fähren benötigen etwa 1 Stunde für die Überfahrt von Bluff nach Halfmoon Bay, der einzigen grösseren Ortschaft auf der Insel. Stewart Island ist ein Paradies für Wanderer und Vogelliebhaber. Der berühmteste Wanderweg ist der Rakiura Track, der in 4, 5 oder 9 Tagen erwandert werden kann.

Te Anau ist ein kleines, idyllisches Örtchen am gleichnamigen See, das aufgrund seiner strategischen Lage auch oft als Tor zum Fjordland bezeichnet wird. Es bietet Tankstellen, Email-Cafes, Restaurants, Unterkünfte für jedes Budget und sehr gute Einkaufsmöglichkeiten, insbesondere für Outdoorbekleidung und Souvenirs. Von hier starten Ausflüge per Bus, Kleinbus, Flugzeug, Bus+Kajak, Bus+Flugzeug usw. in den weltberühmten, 120 Kilometer entfernten Milford Sound.

Das Fjordland ist einer der grössten Nationalparks Neuseelands und wird oft auch als Neuseelands letzte Wildnis bezeichnet. Er beinhaltet die beiden Touristenattraktionen, den Milford Sound und den etwas abseits gelegenen Doubtful Sound. Der Milford Sound befindet sich am Ende des SH 94 etwa 120 Kilometer von Te Anau. Unterwegs gibt es keine Tankstelle und kein Cafe, nur 2 öffentliche Toiletten. Von Te Anau aus haben Reisende die Wahl zwischen vielen Ausflügen in den Milford Sound: per Auto, Bus oder Flugzeug, und dann per Kajak oder Boot vor Ort. Besonders empfehlenswert ist das Milford-Erlebnis per Kajak bzw. die Übernachtkreuzfahrten, denn dann wird es so richtig schön ruhig im vielbesuchten Milford Sound.

Der Doubtful Sound ist nur mit einer organisierten Tour per Boot und anschliessender Busfahrt von Manapouri aus zu erreichen. Diese Tour beinhaltet ausserdem die Besichtigung des Wasserkraftwerks auf der anderen Seite des Sees Manapouri.

Beim Fjordland handelt sich um ein geologisch extrem interessantes Gebiet, weil das Fjordland eines der wenigen Gebiete auf der Erde ist, wo Felsgestein der unteren Hälfte der Erdkruste an die Oberfläche gelangt. Dies geschieht durch eine einzigartige Kombination von Aufwärtsbewegung des Gesteins und intensiver Erosion. Das Fjordland ist geologisch sehr aktiv, durch die Faltlinie der australischen und der pazifischen Erdplatte, die angefangen im Fjordland längsweise durch die Südinsel verläuft. Entlang der Faltlinie wird Gestein aus den Tiefen der Erdkruste durch Aufwärtsbewegung der Berge zutage gefördert. Die Berge in Fjordland steigen 2 – 3mm im Jahr, wobei die Aufwärtsbewegung grösser ist als die jährliche Erosion.

Das Fjordland ist eine der niederschlagsreichsten Gebiete auf Meereshöhe. Hier regnet es so viel, dass sich eine permanente Süsswasserschicht auf der Salzwasserschicht des Meeresinlets gebildet hat. Diese Schicht filtert das Sonnenlicht und gaukelt Organismen im Milford Fjord eine viel tiefere Wassertiefe als die tatsächliche vor. So kommt es, dass der Milford Sound auch für Taucher von grossem Interesse ist, weil hier Wasserorganismen gesehen werden können, die anderswo nur in Tiefen vorkommen, die für Taucher nicht erreichbar sind.

1985 wurde das Fiordland zusammen mit dem Westland Nationalpark Te Waipounamu zum Weltnaturerbe erklärt.

Der Milford Sound wird oft als das „schönste Ende der Welt“ bezeichnet. Zu recht, denn die Silhoulette von üppig grüner Vegetation samt Fjord im Vordergrund und einer steil aufragenden Bergpyramide im Hintergrund sind einfach nicht zu schlagen. Zu den Attraktionen gehören zum Beispiel Bootsausflüge auf dem Fjord, der Milford Track (der bekannteste Wanderweg Neuseelands) und die Bowen Falls Wasserfälle.

Queenstown ist wunderschön eingebettet zwischen der Gebirgskette „Remarkables“ (übersetzt: „Die Eindruckvollen“ – sehr bezeichnend!) und dem See Wakatipu. In der Vergnügunsmetropole Queenstown sind Besucher um kein haarsträubendes Abenteuer verlegen. Das reichhaltige Angebot beinhaltet Bungy Jumpen, Bootsausflüge mit einem Jetboot, einer neuseeländischen Erfindung, Raften, Paragliding, Fallschirmspringen, ein Aussichtsrestaurant mit Gondel, Touren per Boot und Jeep zu Originalschauplätzen der Herr-der-Ringe-Triologie, ein Ausflug mit historischem Dampfer und vieles mehr.

Ein einmaliges Erlebnis bietet der kulturelle Jetboot-Ausflug mit Kawarau-Jet, bei dem Gruppen von bis zu 8 Personen auf sehr individuelle Weise in die Maori-Kultur eingeführt werden.

Wanaka ist ein Kleinstädtchen mit einer fantastischen Lage am See Wanaka und am Fusse des Mt. Aspiring Nationalparks. Die Liste der angebotenen Freizeitaktivitäten ist endlos (Wandern, Klettern, Jetboot-Ausflüge, Kajaken, Paragliding, Fallschirmspringen, Vierradsafaris usw, usw) und mit der vom nur 80 Kilometer entfernten Queenstown durchaus zu vergleichen. Wanaka ist das Outdoor-Mekka für alle, denen das „Höher-Schneller-Weiter“ von Queenstown zu hektisch, zu laut und zu viel ist.

Der Fox und der Franz Josef Gletscher: Die beiden Gletscher der Westküste, dessen Zungen bis tief in den Regenwald hinein- und fast bis ans Meer ragen, sind einzigartig in Neuseeland und der Welt. Extrem hoher Regen bzw. Schneefall (10.000 – 15.000 Millimeter pro Jahr – doppelt soviel wie im Milford Sound, der für seine 200 Regentage pro Jahr berühmt ist) sorgt dafür, dass sich die Gletscher etwa zehnmal schneller vorwärts bewegen als andere Gletscher.

Die hohe Geschwindigkeit, mit der hier Schnee in Eis verwandelt wird, sorgt ausserdem dafür, dass der Fox und der Franz Josef Gletscher bei hohem Schneefall in nur 5-6 Jahren mit Vormarsch reagieren, während andere Gletscher 10 – 15 Jahre Schneeüberschuss brauchen, bis sie ihre Gletscherzunge weiter vorstrecken.

Hokitika war einst ein blühendes Handelszentrum, denn an der ganzen Westküste wurden im 19. Jahrhundert Goldminen gefunden. Die historische Stadt Shantytown gibt über diese Zeit in beeindruckender Weise Auskunft. Auch heute noch sind Goldschürfer an der Westküste erfolgreich. Ihre Funde können in bearbeiteter und unbearbeiteter Form in Hokitikas Schmuckläden wiedergefunden werden.

Das Gold aus Neuseeland ist von hoher Qualität und ein hervorragendes Mitbringsel. Die meisten Besucher kommen jedoch nach Hokitika, um Pounamu, die neuseeländische Jade, zu kaufen. Pounamu ist von der chemischen Zusammensetzung her keine Jade, sondern ein Nephrit, deswegen ist der Begriff Jade irreführend. Der Stein ist angeblich härter als Stahl und wurde von den Maori auch als Werkzeug und Waffe eingesetzt. Die Maori verehren Pounamu als heiligen Stein, dem Heilkraft zugeschrieben wird. Die Heilkraft muss allerdings durch gute Wünsche aktiviert werden, weshalb Schmuckanhänger aus Pounamu immer als Geschenk (mit guten Wünschen) gegeben werden sollten.

Nelson ist ein wunderbares Urlaubsstädtchen am Meer, das zum Cafetrinken und Bummeln einlädt. Nelson ist bekannt für viel Sonnenschein, ein mildes Klima, Künstler und Kunsthandwerk. Hier befindet sich der 150m hohe Botanical Hill, der geographische Mittelpunkt Neuseelands. Wer nicht unbedingt zentral wohnen möchte, dem sei der Badeort (und Vorort von Nelson) Tahunanui Beach empfohlen.

Der Abel Tasman Nationalpark besticht durch sein exotisches Flair mit goldgelben Sandstränden und türkisblauem Wasser. Nie haben Sie so deutlich das Gefühl gehabt, auf einer Insel im Südpazifik zu sein wie hier. Der Nationalpark ist nur per Boot, zu Fuss (auf dem Abel Tasman Coast Track) oder per Kajak erreichbar.

Die Strasse endet in Kaiteriteri bzw. Marahau, wo gewiefte Anbieter ein hervorragendes Angebot entwickelt haben: Jede erdenkliche Kombination aus Wandern, Kajaken und Bootstour sowie der Transport zu jeder Bucht im Abel Tasman ist möglich. Wer den Coast Track laufen möchte und/oder im Abel Tasman zelten bzw. übernachten möchte, muss sich beim Department for Conservation (DOC) rechtzeitig anmelden.

Das Farewell Spit ist ein bedeutendes Natur- und Vogelschutzgebiet. Hier leben bis zu 90 verschiedene Vogelarten, unter anderem Wattvögel aus Sibirien und Alaska, die 12.000 Kilometer weit kommen, um hier zu überwintern. Auch Südtölpel, die kurioserweise ihre Nester so nah ans Meer bauen, dass diese immer wieder überflutet werden, können hier angetroffen werden.

Das Farewell Spit macht wegen häufiger Walstrandungen immer wieder traurige Schlagzeilen. Die Wale geraten in das G-förmige Meeresinlet und ihr Sonar gibt ihnen wegen der Sandkonsistenz des Farewell Spit vermutlich falsche Informationen.

Von Picton aus bringt Sie eines der vielen Wassertaxen nach Anchorage, wo der Queen Charlotte Track anfängt. Sie haben die Wahl, einen oder mehrere der 4 Tage auf dem Queen Charlotte Track zu wandern, zu biken oder zu kajaken bevor Sie das Wassertaxi wieder wie gewünscht abholt. Auch Ihr Gepäck wird Ihnen von dem ausgeklügelten Wassertransportsystem von einer Unterkunft in die andere nachgetragen (Ihr Gepäck erwartet Sie dort bei Ankunft!).

Sie befinden sich in einem der schönsten Winkel Neuseelands: den Marlborough Sounds. Das Boot bringt Sie tief in den Maritimen Park. Lässig übertrumpft die Natur noch die leuchtenden Bildchen in der Reklamebroschüre. Sonnenbrille nicht vergessen und den Mund wieder zumachen!

Picton ist ein kleines Hafenstädtchen und zentraler Angelpunkt für Fährüberfahrten zur Nordinsel sowie Transport in die weit verzweigten Meeresarme der Marlborough Sounds. Picton hat eine idyllische Hafenpromenade und bietet gute Einkaufsmöglichkeiten, viele Unterkünfte und ein paar Restaurants. Fast alle Unterkünfte in Picton bieten Gepäckaufbewahrung für Wanderer des populären Queen Charlotte Track.

Wellington ist Neuseelands Hauptstadt und Regierungssitz und eine der inspirierendsten Städte Neuseelands. Touristenattraktionen sind das runde Regierungsgebäude, im Volksmund Bienenstock (Beehive) genannt, sowie das neuseeländische Museum Te Papa und das Maritime Museum. Zu den Hauptattraktionen gehören die Cable Car – eine Standseilbahn, der Botanische Garten, die Sternwarte und das Mansfield House.

Der zentral gelegene Hafen und Flughafen geben der Stadt ein Flair von beständigem Kommen und Gehen. Wellingtons Angestellten-Armada ist im Stadtbild in der typisch neuseeländischen Bürokluft (schwarz / weiss) kaum zu übersehen. Zahlreiche Cafes leben von Wellingtons Businesswelt und Schickeria und zielen mit ihrem Angebot genau auf diesen Markt. Doch Wellington hat auch ein unübersehbares kreatives Potential als Heimat der neuseeländischen Avantgarde – und zwar in jeder Beziehung.

Die Kleinstadt Wanganui liegt am Rand des gleichnamigen Nationalparks und an der Flussmündung des Whanganui. Der Whanganui zieht sich 329 Kilometer lang durch den Nationalpark und wurde seit dem Ende des 19. Jahrhunderts befahren, was ihn zu einem der längst beschifften Flüsse macht und den Nationalpark zu einer der ältesten Touristenattraktionen Neuseelands. Wer sich den Fluss genauer anschaut, wird sich wundern, dass Ausflugsboote auf dem teilweise schmalen, stark gewundenen und von Stromschnellen und Felsen durchzogenen Fluss verkehren konnten.

Dies geschah mithilfe von 3 verschieden grossen Booten, die auf verschiedenen Flussabschnitten verkehrten und zwischen denen die Passagiere wechseln mussten. Der Fluss führt durch eine einmalige Hügellandschaft und Wildnis, weitab von jeglicher Zivilisation. Er entspringt in der Nähe des Tongariro und symbolisiert nach der Maori-Legende den Weg, den der mächtige Vulkan Taranaki in die Erde gefurcht hat auf seinem Weg ins selbstgewählte Exil an der Westküste, weil seine Liebe zur Vulkanin Piranga unerwidert blieb. Heutzutage kann der Whanganui in seinem unteren Teil mit einem historischen Schaufeldampfer und in seinem oberen Teil per Kanu und Jetboot erforscht werden.

Taupo ist ein aufsteigendes Touristenstädtchen, das vor allem durch die guten Fischgründe im See Taupo und seine panoramareiche Seepromenade (wo sich auch einige Motels befinden) profitiert. An Tagen mit guter Sicht erhebt sich der Vulkankegel von Ngaruhoe in der Ferne aus dem See und sorgt für einen unvergleichlichen Anblick. Die preisgekrönten De Bretts Thermalquellen in Taupo (am Highway 5) haben schon so manche müden Knochen und verspannte Muskeln erfreut. Turangi dagegen ist ein kleines Kaff, das touristisch nicht viel zu bieten hat.

Das Tongariro Crossing ist eine sehr beliebte, wenn auch anspruchsvolle Tageswanderung, bei der Wanderfreunde quer durch das Vulkangebiet geführt werden. Start und Endpunkt der Wanderung liegen an zwei verschiedenen Enden des Parks, weswegen sich die Benutzung eines Shuttlebusses von Taupo aus anbietet. Gutes Schuhwerk ist absolut unerlässlich – es geht auf Schotterpisten steil hinauf und hinunter!

Rotorua liegt am südlichen Ufer des gleichnamigen Sees, dessen Maori-Name soviel bedeutet wie „der zweite See“. Der See Rotorua ist nämlich das zweitgrößte Binnengewässer der Insel. Nur gute 20 km südöstlich befindet sich der Tarawera-Vulkan, der im 19. Jahrhundert ausbrach und große Verwüstungen anrichtete. Unter anderem wurden damals auch die Pinkfarbenen Terrassen verschüttet, die als eines der Weltwunder galten. Heute kann man allerorts um Rotorua eine bizarre Landschaft erleben, die von geothermaler Aktivität geformt und angemalt wurde.

Der farbenfrohe Geopark Wai-O-Tapu, etwa 50 km südlich von Rotorua, beheimatet den berühmten Champagne-Pool, dessen 80 Grad heisses Wasser blaugrün schimmert und am Rand in ein grandioses Orange übergeht. Der blubbernde Teich trägt seinen Namen aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem perlenden Getränk, allerdings ist der Teich hochgiftig!

Egal ob Extremrafting an einem der höchsten Wasserfälle, Klettern und Wandern in den Gesteinsschluchten oder Fallschirmspringen, die hiesigen Veranstalter haben für jeden Adrenalinjunkie das Richtige. Übrigens wurden hier aufgrund der hervorragenden Steilstrecken auch die Mountainbike-Weltmeisterschaften im Jahre 2006 abgehalten. Wer nicht darauf aus ist, sich die Knochen zu brechen, und eine beschaulichere Atmosphäre bevorzugt, kann abtauchen in die präkoloniale Welt der Maori.

Einige Veranstalter bieten halbtägige Reisen in die alten Dorfschaften der ureingeborenen Maori an. Nach einer kurzen Anfahrtszeit (ca. 20-30 km) wird der interessierte Besucher hier in Geschichte, Kultur und Mythologie des alten Volkes eingeweiht, erlebt die traditionellen Gesänge und beendet seinen Aufenthalt mit einer authentischen Festmahlzeit aus dem Hangi, dem traditionellen Erdofen der Maori. Die Zutaten werden dabei in Körbe verpackt und stundenlang auf vulkanischem Gestein gegart. So entsteht eine ganz eigene Geschmacksnote, die sowohl reichhaltig als auch sehr rauchig ist. Selbstverständlich findet man in Rotorua auch die allbekannte internationale Cuisine in allen Restaurants und Lokalen. Eine charmante Mischung aus Althergebrachtem und Kommerz eben.

Coromandel ist eine idyllische Halbinsel nur etwa 1 – 2 Fahrstunden von Auckland. Hier lebt eine recht alternative Szene und viele Künstler, die der ohnehin sehr reizvollen Gegend viel Charme verleihen. Wo auch immer man sich auf Coromandel befindet, man ist nie weit weg vom Meer und die einzelnen Buchten reihen sich malerisch aneinander. Zu besonderer Berühmtheit ist die Hot Water Beach gekommen, denn hier befinden sich heisse Quellen direkt am Strand, die das Kühl des Meeres für Weicheier abschwächen. Badefreunde können sich einen Spaten ausleihen, ein kleines Loch in den Sand buddeln und in angenehm warmen Wasser entspannen – bis die nächste Welle Abkühlung verschafft!

Auckland ist mit Abstand Neuseelands grösste Stadt: 1 Million der insgesamt 4 Millionen Kiwis leben hier. Auckland ist für neuseeländische Verhältnisse keine schöne Stadt – für europäische allerdings schon! Das Zentrum befindet sich um die Queens Street, deren nördliches Ende direkt in den Hafen mündet. Viele Stadtteile Aucklands sind aufgrund seiner zerklüfteten Lage direkt ans Meer gebaut oder bieten Meerblick von einem der vielen Hügel ums Zentrum.

Die Stadt hat den grössten internationalen Flughafen, doch aufgrund der schwierigen Verkehrsverhältnisse in Auckland bietet die Einreise über den internationalen Flughafen in Christchurch viele Vorteile. Allen Reisenden kann nur wärmstens empfohlen werden, nach Christchurch einzufliegen und von Auckland heimzufliegen.

Auckland ist perfekt als letzter Stop in Neuseeland, unter anderem auch wegen seiner guten Einkaufsmöglichkeiten für Souvenirs (entweder in der Queens Street oder am Flughafen). Wer noch ein paar Stunden oder Tage in Auckland dranhängen will, dem sei die Unterwasserwelt von Kelly Tarlton empfohlen. Hier, in einer Meeresbucht direkt unter Auckland, können Besucher viele tierische Neuseeländer aus nächster Nähe kennen lernen und beobachten: Pinguine, Seepferdchen, Langusten, Tintenfische und andere Meeresbewohner wie Rochen, Haie und viele andere mehr.

Die Bay of Island liegt 3 Autostunden (200 km) nördlich von Auckland und wird aufgrund ihres milden Klimas auch „Winterloser Norden“ genannt. Der Sommer dauert hier von Oktober bis April und wer kann, sollte den Januar für einen Besuch vermeiden. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein verwinkeltes Buchtenparadies durchzogen von mehreren Wasserarmen. Viele Wasseraktivitäten stehen zur Auswahl: Schwimmen, Tauchen, Segeln, Schwimmen mit Delfinen, Bootsausflüge zum „Hole in the Rock“ und, und, und.

Die Bay of Island ist historisch bedeutend, weil hier, in Waitangi, der Vertrag zwischen den Maori und der britischen Krone geschlossen wurde. Der Vertrag ist bis heute Konfliktherd zwischen Maori und europäischen Einwanderern. Im Vertragshaus in Waitangi können sich Interessierte weiter informieren. Das Originaldokument des Vertrages befindet sich allerdings im Nationalarchiv (10 Mulgrave Street) in Wellington.