Sonnenenergie: Solartaxi in Neuseeland

//Sonnenenergie: Solartaxi in Neuseeland
Sonnenenergie: Solartaxi in Neuseeland 2015-11-19T11:23:52+00:00

Umweltschutz: Solartaxi auf Besuch in Neuseeland

Alternative Energieformen sind bereits verfügbar und ihre breite Nutzung würde unserem Planeten helfen und dem Klimawandel entgegenwirken – das ist die Message, die Louis Palmer gerne flächendeckend an die Menschheit bringen würde, und zwar so unkonventionell wie möglich: der Schweizer fährt mit einem Solartaxi seit 7 Monaten um die Welt. Nach einem viel bejubelten Start in Berlin, hat Louis Palmer in Jordanien Prinz Hassan zu einer Probefahrt mit seinem Solarauto eingeladen, in Indien Promis chauffiert und ist in Bahir gar per Huckepack weitergereist. Vor kurzem ist das Solartaxi-Team ausserplanmässig in Whangarei / Neuseeland angekommen.

Denn eigentlich wollte Louis Palmer gar nicht nach Neuseeland. „Weil es ja keine Brücke gibt zwischen Australien und Neuseeland!“ lacht der Umweltschützer. Da kam ihm das Angebot des Greenpeace NZ Teams, sein solares Fliwatüüt auf der Rainbow Warrior II mit nach Neuseeland zu nehmen, gerade recht. Doch die 4wöchige Überfahrt hatte er sich vermutlich anders vorgestellt. 3 Wochen davon lag er seekrank in seiner Kajüte und wünschte sich nichts sehnlicher, als dass die haushohen Wellen endlich aufhörten, mit riesigem Getose gegen die betagte Seedame zu klatschen – Tag und Nacht.

Dass er seinen Aufenthalt in Neuseeland trotzdem genossen hat und dem Greenpeace Team immer noch dankbar ist, dass sie ihn hierher gebracht haben, sagt wohl mehr über die Qualitäten und Schönheit Neuseelands als jeder noch so wohlgeschriebene Reisebericht.

Louis Palmer möchte mit seiner Reise im Solartaxi unmissverständlich klarstellen, dass alternative Energieformen verfügbar sind und zwar JETZT. Sein Solarauto wird von der Sonne und 2 Batterien angetrieben und kostet soviel wie zwei Porsche. „Es ist unsere Wahl, ob wir einen Porsche kaufen oder etwas umweltfreundliches, darauf möchte ich hinweisen,“ sagt Louis. Und das hat er. In Taupo drehte er gar eine spontane Ehrenrunde auf der A1 Grand Prix Rennstrecke – direkt vor dem Rennen. An der renommierten Otago University hielt er einen Vortrag vor Studenten, die nach umweltfreundlichen Energieformen für den Transportsektor suchen. In Whangarei traf er sich mit Speiseöl-Pionier Ulrich Schmid, der altes Öl in Biodiesel verwandelt und damit zwei private Autos antreibt – für 40 cent pro Liter.

In Christchurch traf er sich mit dem Solarfern-Rennwagenteam, das mit dem solargetriebenen „Solar Fern“ an der World Solar Challenge 2007 teilgenommen hat. Das Team hofft, seinen solargetriebenen Rennwagen mithilfe von privaten Spenden für die World Solar Challenge in 2009 aufrüsten zu können.

Louis Palmer und das Solartaxi werden von einem Kleinbus begleitet, in dem das ständig wechselnde Team Platz findet. Für den Begleitbus werden immer Solartechniker, Mediziner, Krankenpfleger, Übersetzer und Fotografen gesucht.

Das Solartaxi ist nun auf dem Weg nach Sydney für die nächste Etappe der Weltreise. Louis Palmer und sein Team werden dorthin fahren, wohin sie eingeladen werden und wo  umweltfreundliche Projekte darauf warten, auf der Solartaxi-Webseite vorgestellt zu werden. http://www.solartaxi.com/