Backpacker helfen im Umweltschutz

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Backpacker helfen im Umweltschutz2016-12-22T07:07:19+00:00

Backpacker helfen Neuseeland beim Umweltschutz

NZ-Umweltminister Trevor Mallard hat die Tourismusindustrie für ihre fortschrittlichen Initiativen zum Umweltschutz beglückwünscht. Ein Beispiel hierfür sei das neue Love NZ – Recycle with Care-Projekt, das letzte Woche im YHA Hostel Wellington im Beisein von Trevor Mallard und des Tourimusministers Damien O’Connor feierlich gestartet wurde. Diese Initiative der neuseeländischen Regierung will Neuseeland und seine internationalen Besucher zum Recyceln anregen, indem entsprechende Container, sogenannte „Recycle Bins“, in strategisch günstig gelegenen Plätzen positioniert werden.

Für das Pilotprojekt von Love NZ – Recycle with Care wurde das Wellingtoner Hostel der Youth Hostel Association (YHA) ausgewählt. Dies ist kein Zufall, denn alle Hostels der YHA New Zealand führen bereits seit Jahren eine vorbildliche Mülltrennung durch.

Der Umweltminister zeigte sich während der Feierlichkeiten zum Launch von Love NZ – Recycle with Care erfreut, dass immer mehr Tourismusunternehmen beim Recyclen mitmachten. Die Tourismusindustrie nähme in Neuseeland eine Vorreiterrolle im Umweltschutz ein. In seiner Rede machte der Umweltminister keinen Hehl daraus, dass die neue Recycle-Initiative auch deswegen initiiert wurde, weil Backpacker-Touristen oft umweltbewusst seien und gewisse Grundlagen wie Mülltrennung in Neuseeland erwarten würden. Backpacker würden gerne dabei helfen, Neuseeland grün zu halten und wären enttäuscht, wenn sie dies nicht könnten. Er beglückwünschte die Youth Hostel Association für ihr vorbildliche Mülltrennung und Wiederverwertung und hielt andere Unternehmen dazu an, sich ebenfalls an der Recycle-Initiative zu beteiligen.

Tourismusminister Damien O’Connor nutzte die Gelegenheit, um die Bedeutung der Initiative im Rahmen der neuen Tourismusstrategie 2015 herauszustreichen: „Die Initiative hilft nicht nur dabei, Neuseelands Umwelt zu bewahren, sondern trägt auch dazu bei, dass ultimative Ziel der neuen Tourismusstrategie 2015, nachhaltigen Tourismus, zu erreichen. Wir müssen in diesem Punkt weiterhin beste Geschäftspraktiken zeigen.“

Das Pilotprojekt Love NZ ist Teil einer grösseren Initiative, die 600 Recycle-Container bis zum Jahr 2010 etablieren will, um die neuseeländische Bevölkerung an das Recyceln von Glas, Papier und Plastik heranzuführen. Mülltrennung und aktives Recycling steckt derzeit noch in den Kinderschuhen in Neuseeland. Dezentrale Recycle-Container in Städten und Gemeinden sind noch nicht weit verbreitet. Flaschen zu recyclen ist unüblich, ein Pfandsystem fehlt. Was es gibt, sind sogenannte „Refuse-Stations“, also grosse Bauhöfe, die vor allem Gartenabfälle und Bauschutt in Empfang nehmen und bei denen im grossen Stil per Anhänger-Ladung und Gewicht abgerechnet wird. Manche Gemeinden, wie Christchurch, sammeln Papier, Glas und Plastik getrennt vom Restmüll mit der Müllabfuhr ein.

Da Neuseeländer für die aktive Entsorgung von wiederverwertbarem Müll noch nicht so sensibilisiert sind, erhofft sich die Regierung mit dem Start des Pilotprojekts und dem damit verbundenen Medienrummel eine gute Publikumswirkung.