Rafting Abenteuer Neuseeland

//Rafting Abenteuer Neuseeland
Rafting Abenteuer Neuseeland 2015-11-19T10:41:39+00:00

Aufregendes Rafting-Abenteuer auf dem Rangitata-Fluss in Neuseeland

Den rechten Fuß nach vorne gestreckt in die Falz des Schlauchbootes bzw. Raft, den linken nach hinten sitze ich auf der prallen Gummiwurst und paddle beim Rafting in Neuseeland um mein Leben, jederzeit bereit, mich auf einen Schrei des Rafting-Guides blitzschnell ins Boot zu knien.

Noch treiben wir beim Rafting in Neuseeland in ruhigem Wasser durch die Schlucht Rangitata. Weiße gigantische Felsmassen in imposanten Formationen türmen sich zu beiden Seiten des türkisblauen Wildwassers auf dem wir raften. Nein, hier möchte ich nicht von den Naturgewalten an den Felsen zerrieben werden.

„Streikst Du, oder was?“ schreckt mich die lachende Stimme Russells auf, als ich ganz in Gedanken beim Rafting das Paddeln vergesse. Er sitzt gelassen hinter mir, sein Paddel als Ruder benutzend und schneidende Rafting-Kommandos rufend. In den nächsten drei Stunden liegt unser Leben in seinen kompetenten Rafting-Händen, aber das wissen wir noch nicht.

„Sklaventreiber!“ denke ich mürrisch und mach mich wieder ans Werk. Unsere Körper und Paddel beugen sich im Gleichtakt beim Rafting in Neuseeland nach vorne und hinten. Mit aller Kraft ziehe ich das Paddel des Rafts durchs Wasser als koste es mein Leben, Russells Ton gebietet es.

Noch ist es Spaß, wenn er abwechselnd „Ducken“ oder (eine Gefahrenstufe höher) „Festhalten“ brüllt, und seine Ruderbefehle in strengem Militärton erteilt. Aber wir wissen alle: Das ist nur die Ruhe vor dem Sturm und wehe, wenn es dann beim Rafting ernst wird. Dann muß jeder Handgriff und jede Bewegung beim Rafting sitzen!

Mein Vordermann, dessen Rudertakt ich emsig zu halten suche, wirft mir aufmunternde Blicke zu, wenn wir uns auf Befehl auf die andere Seite des Bootes werfen, um einen imaginären Engpaß zu meistern. Er hat gut lachen, er hat das Rafting in Neuseeland schon einmal überlebt und wartet nun auf die ersten Anzeichen von Panik in meinen Augen, als die erste Stromschnelle unser Boot ergreift. Mein Kopf ist leer. Russell hat uns vorher eingeschärft, was uns erwartet, aber ich kann mich nicht erinnern. Gischtwasser spritzt überall, prasselt auf den Helm, peitscht eiskalt in mein Gesicht. Längst habe ich aufgehört zu paddeln in diesem Wahnsinn aus strudelnden Wassergewalten, die an unserem Raft, den Paddels und uns selbst zerren.

Russels schneidendes Rafting-Kommando löst meine Erstarrung. Es ist ein Witz, aber in diesem ohrenbetäubenden Tosen und Brausen, versuche ich nun mit meinem Paddel das Wasser zu erreichen und uns vorwärts zu bugsieren. An einen wohlgeordneten Paddel-Gleichtakt ist nicht zu denken. Ich kämpfe einen aussichtslosen Kampf beim Rafting in Neuseeland meine Position im Boot zu behaupten und das Wasser mit meinem Paddel zu erreichen. Ich hab keine Ahnung, womit die anderen beim Rafting in Neuseeland nur eine Armeslänge vor und neben mir beschäftigt sind. Die wütenden Wassermassen beuteln uns beim Rafting in Neuseeland hin und her und lassen uns deutlich spüren, wer hier der Chef ist.

Vorwärts, vorwärts, vorwärts, ich gebe alles, an mir soll es nicht gelegen haben, wenn unser letzter Pumperer beim Rafting in Neuseeland naht. Bald macht das Paddeln wieder mehr Sinn und wir gleiten in ruhigeres Wasser.

Puh, unser erster Rapid! Wir lachen nervös und strecken den Teamgeist beschwörend die Paddel zusammen in die Höhe. Hohoho! Die Aufregung schweißt uns zusammen. Kurz zuvor waren wir noch Fremde, die sich verschämt voreinander in aparte Thermounterwäsche und Neoprenanzüge zwängten. Nun wird aus den sechs Bunthelmen über den orangeroten Schwimmwesten ruckzuck eine Einheit beim Rafting in Neuseeland.

Wie einfach das war, denke ich noch, bevor wir den Kampf des zweiten Dingis durch die Stromschnelle beobachten. Sind wir etwa da durchgekommen? Das zweite Boot wird hin- und hergeschleudert wie in einer überdimensionalen Waschmaschine. Das sieht gar nicht gut aus. Der Lehrer steht breitbeinig hinten im Boot und betreibt mit seinem Ruder Krisenmanagement beim Rafting in Neuseeland, während das Raft ständig aufs Neue Gefahr läuft zu kentern. Eine leise Ahnung dessen, was Russell da hinter unserem Rücken leistet, schleicht in mir hoch.

Da! Ein bunter Helm wird von den Wassermassen beim Rafting durchs eiskalte Wasser gewirbelt. Wir halten entsetzt den Atem an. Russells in Sekunden ausgeworfene Fangleine greift ins Leere. Wir schauen unserem Kamerad entsetzt auf seinem Kampf durchs Wasser nach.

„Rudern!“ schreit Russell hektisch, und wir schrecken wie von der Tarantel gestochen hoch. Zwei weitere Bunthelme treiben bootslos in rasender Geschwindigkeit auf uns zu. Wir können sie erwischen, wenn wir nicht so lahm wären. Unser Raft schießt vom Rand in die Mitte des Stroms auf die japsenden Köpfe zu. Fast kommen wir zu spät, aber schon schnappen wir den ersten am Wickel. Ich möchte aufspringen und mithelfen, kann mich aber gerade noch beherrschen, um das Raft nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Zusammen mit einem Schwall Wasser wird der Unglücksrabe ins Boot gehievt. Nach und nach sammeln wir beim Rafting verlorenes Lebendgewicht und deren Paddel von den umliegenden Felsen ein. Unsere beinah verpatzte Rettungsaktion stimmt mich nachdenklich.

Rafting ist eine Sache von Momenten. In einem ist alles eitel Sonnenschein, im nächsten ist kein Stein mehr auf dem anderen. In Bruchteilen von Sekunden das richtige beim Rafting in Neuseeland zu tun, ist wie ein Sechser im Lotto und ungefähr genauso wahrscheinlich. Hier bestimmt jeder Einzelne sein Schicksal und das der ganzen Gruppe. Durchkommen oder Untergehen, dazwischen gibt es nichts beim Rafting.

Der nächste Rapid packt unser Boot und dreht es seitwärts um wie eine Walnußschale. Wir werden beim Rafting hin und hergeschleudert, paddeln wie die Berserker, um zu drehen, aber der Fluß entscheidet, uns rückwärts zu nehmen. Mit klammen Fingern halten wir uns beim Rafting in Neuseeland am Boot fest, während wir über das Wasser schiessen. Den Blick über meine Schulter nach vorne gerichtet, spüre ich die uns mitreißende Dynamik des Flusses beim Rafting in allen Poren. Noch sitzen wir oben auf auf den schäumenden Gewalten, aber wird das so bleiben?

Wir gröhlen und jauchzen, fast als wollten wir den Rapid noch anfeuern. Wir reiten auf der Gefahrenwelle und je spektakulärer die Fahrt wird, je näher wir an die Grenze des Kenterns kommen, desto größer ist unser Kick beim Rafting in Neuseeland.

Als es dann passiert, geht alles ganz schnell. Im einen Moment noch waren wir voll dabei und nichts konnte uns was anhaben, im nächsten schwemmt uns ein Strudel an einer der Felswände hoch. Das Raft steht fast hochkant auf der linken Seite im Wasser. Wir verlieren die halbe Crew beim Rafting in Neuseeland in Bruchteilen von Sekunden, während sich die andere Hälfte verzweifelt ans Boot klammert. Selbst zum Beten bleibt keine Zeit. Dann beendet der Fluß seinen Schabernack mit uns und läßt uns in Siegesgewißheit den Heimweg antreten. Was für ein Tag!

© Tina Hartung, 2011